Historischer Roman
Wien 1908: Während Kaiser Franz Joseph sein 60. Thronjubiläum feiert und Wien zu Ehren des Monarchen in festlichem Glanz erstrahlt, brodelt in den dunklen Kanälen der Hauptstadt eine tödliche Verschwörung. Serbische Nationalisten unter der Führung des berüchtigten Dragutin Dimitrijevic planen ein Attentat, das das Habsburgerreich für immer erschüttern könnte. Die scharfsinnige Journalistin Emilia Freifrau von Ferteci bekommt Wind von der Verschwörung und beschließt, diese aufzudecken – koste es, was es wolle …
ersch. 11. Februar 2026 im Gmeiner-Verlag
ISBN: 978-3-8392-8085-0
Stimmen zum Buch
»Mit sinnlicher Wucht beschreibt Wolfgang Weinlechner in seinem Roman Illumination für Franz Joseph die k.u.k-Monarchie am Rand des Abgrunds. Dieser Roman macht den Pulsschlag einer Epoche hörbar: düster, sozialkritisch und immer wieder abgrundtief lustig.«
Beate Kniescheck, Schriftstellerin
»Wer auf der Suche ist nach temporeicher, packender Lektüre, ist mit Weinlechners Debut-Roman Illumination für Franz Joseph gut beraten. Beste Unterhaltung gepaart mit kenntnisreicher Darstellung der Historie – so muss ein historischer Roman sein! Absolute Empfehlung.«
Ulrike Schrimpf, Schriftstellerin
„Fakten und Fiktion gut verquickt
Dieser historische Roman entführt uns in das Wien von 1908. Man feiert das 60. Thronjubiläum von Kaiser Franz Joseph. Doch nicht allen ist zum Feiern zu Mute. Armut und Unzufriedenheit lässt vor allem auf dem Balkan zahlreiche Verschwörer auf eine günstige Gelegenheit warten, den greisen Kaiser zu töten. Während die Hauptstadt im Lichterglanz erstrahlt, planen Serbische Nationalisten unter der Führung des berüchtigten Dragutin Dimitrijevic ein Attentat. In den dunklen und stinkenden Kanälen wird eine große Menge Sprengstoff versteckt. Nachdem das Todesdatum des Kaisers mitten im Ersten Weltkrieg, im Jahr 1916 hinlänglich bekannt ist, gelingt der Plan nicht, was der (fiktiven) Journalistin Emilia Freifrau von Ferteci zu verdanken ist. Sie bekommt Wind von der Verschwörung und beschließt, das Komplott aufzudecken, ohne an ihre eigene Sicherheit zu denken … Wie das gelingt, müsst ihr schon selbst lesen. Meine Meinung: Das Geld, das für die Feierlichkeiten, die dem Kaiser ohnehin zuwider sind, ausgegeben wird, wäre für soziale Zwecke sicher besser angelegt gewesen. Aber, Spektakel muss – damals wie heute – in einer Monarchie sein, um den Untertanen Sand in die Augen zu streuen und von den Missständen abzulenken. Hofschranzen, Polizei sowie Geheimagenten machen Jagd auf mögliche Unruhestifter, weshalb auch immer wieder Sozialisten und Personen aus den Kronländern in deren Visier landen. Die Illumination für den Kaiser gelingt, wenn auch die Erleuchtung, im wahrsten Sinn des Wortes, nur sehr kurzlebig sein wird. Der historische Roman enthält durchaus sozialkritische Töne und lässt das Zerbröckeln der Habsburger-Herrschaft vorausahnen. Wir dürfen in das Wien des Fin de Siècle eintauchen, das bald nicht mehr existieren und Millionen Menschen in bitterer Armut zurück lassen wird. Die Charakter haben so ihre Ecken und Kanten. Natürlich spielt die scharfsinnige Journalistin Emilia Freifrau von Ferteci, die sich allen Konventionen dieser Zeit widersetzt, eine große Rolle. Fazit: Gerne gebe ich diesem historischen Roman, der mit penibler Recherche und eine ungewöhnlichen Frau aufhorchen lässt, 5 Sterne.“
Gertie G. aus Wien
„Wien 1908 es brodelt im Untergrund der Donaumonarchie. Kaiser Franz Josef steht vor seinem sechziger Thron Jubiläum, doch im Verborgene wird ein Attentat geplant. Die Jornalistin Emilia ist der Verschwörung auf der Spur …. Die Illustrationen ist ein spannender Roman, der ziemlich deutlich zeigt wie es im Jahr 1908 in Wien und Österreich zuging. Er zeigt sehr deutlich die großen Unterschiede unter denen die Menschen lebten, die immer größer werdende Unzufriedenheit der Völker die unter Österreichs Herrschaft standen, die Standesunterschiede. Politisch und historisch sehr interessant und gut recherchiert. Aber auch die Geschichte hat mir gut gefallen, vor allem Emilias Recherchen bei den Köchinnen und Fienstbotwn haben mir sehr gefallen. Und auch die Geschichte rund um Ferdinand war sehr gut erzählt. Fiktion und historische Fakten waren zu einem sehr gutem und spannenden Roman zusammengefasst. 5 Sterne.“
Philiene aus Süsel
„Vielschichtiger Einblick in die damalige Zeit
Wien 1908. Kaiser Franz Joseph I. sieht seinem 60. Thronjubiläum entgegen, welches mit einer großen Illumination, sprich Festbeleuchtung, gefeiert werden soll. Noch laufen tagein, tagaus die nicht enden wollenden Huldigungen des Allerhöchsten, über die die Wiener Illustrierte Tageszeitung ausführlich berichtet. Emilia Freifrau von Ferteci, die eine erfolgreiche Kolumne für Frauenthemen betreut, erfährt von ihrem Redaktionskollegen Jancic, dass dieser einen Tipp von seinem serbischen Landsmann Ristic erhalten habe, demzufolge sich Dragun Dimitrijevic in der Stadt aufhalten soll. Der von seinen Gefolgsmännern nur Kapetan genannte Nationalist hört auch auf den Namen Apis, der Stier, und hat vor einigen Jahren den serbischen König Aleksandar Obrenovic höchst selbst ermordet. Nun weist einiges darauf hin, dass er und seine Männer ein Attentat auf „KFJI“ planen.
Die Gerüchte verstärken sich als kurz darauf die Leiche von Ristic gefunden wird. Zunge und Augen fehlen, aber Polizeipräsident Brzesowsky will von alldem nichts wissen. Nur Gerüchte, keine Beweise, irgendwer will die Feier seiner Majestät stören. So befiehlt er Liebermann, dem Chefredakteur der Illustrierten, auf jegliche Andeutungen eines möglichen Attentats zu verzichten. Als der Tischlergeselle Ferdinand wenig später in der unterirdischen Kanalisation eine erschreckende Entdeckung macht, vertraut er sich seiner Freundin Josefa an, die für Emilia als Dienstmädchen arbeitet. Zu Dritt begeben sie sich unter Tage, um ein Attentat zu verhindern.
Vielschichtiger Einblick in die damalige Zeit
Wolfgang Weinlechner nutzt die Idee eines möglichen Attentats zum 60. Thronjubiläum als Hintergrundkulisse, wenngleich dieses erst in der zweiten Romanhälfte spürbar an Fahrt aufnimmt und zudem nicht allzu spektakulär. Gleichwohl lohnt sich die Lektüre dieses kurzweiligen Romans durchaus, da dieser einen anderen Schwerpunkt hat und mittels zahlreicher Perspektivwechsel einen vielschichtigen Einblick in die damalige Zeit gibt. Vor allem, aber nicht nur, anhand der beiden Hauptfiguren Emilia und Ferdinand, erhält man eine bildgewaltige Vorstellung über die – soweit vorhanden – Rechte der Frauen und Arbeiter und in eine Phase, in der Gedanken an einen möglichen Krieg vielerorts greifbar sind.
Durch Emilia und Josefa werden die Benachteiligung der Frauen Anfang des 20. Jahrhunderts sichtbar, denn die „ernsten Themen“ sind beruflich im Fall von Emilia – adelige Freifrau hin oder her – den männlichen Redakteuren vorbehalten, obwohl Emilia sogar ein Verhältnis mit ihrem verheirateten Chefredakteur hat. Vom Wahlrecht für Frauen (das allgemeine Wahlrecht für Männer wurde 1907 eingeführt) und anderen Errungenschaften ganz zu schweigen. Josefa und Ferdinand sind in der Gewerkschaft aktiv, die von der Polizei als vermeintlich linke Aufrührer und Monarchiefeinde mehr als kritisch beäugt wird. So werden Ferdinands Hinweise respektive die eines Gewerkschaftsfunktionärs auf das Attentat nicht ernst genommen, man wolle ja eh‘ nur die Feierlichkeiten stören. Dabei könnte die Polizei angesichts seiner Vorgeschichte, die Anwesenheit von Dimitrijevic durchaus ernst nehmen. Zudem wird die Arbeit der Presse ernüchternd dargestellt, die statt kritisch zu hinterfragen und zu recherchieren lediglich Hofberichterstattung betreibt. Es gilt zu huldigen, freundlich flankiert von der Polizei, die für Ordnung allein im Sinne der Monarchie sorgt.
Es stoßen wiederholt Welten aufeinander, beispielsweise wenn der Geldadel im Grandhotel Südbahn am Semmering im Luxus schwelgt und Tausend-Kronen-Scheine als Spielgeld einsetzt, während unter der Erde die Strotter in der stinkenden Kloake nach allem suchen, was sich irgendwie zu Geld machen lässt. Hier geht es um jeden Heller, nicht um Kronen. Ganz unten gegen ganz oben, Monarchie gegen serbische Nationalisten, Polizei gegen Presse und die europäische Welt dank gleich drei zweifelhafter Kaiser am Abgrund sind die Ingredienzien dieses lesenswerten Romans.“
Jörg Kijanski, booknerds.de
Die Erleuchtung währt nicht lange
Kurzmeinung: Ein gelungener hist. Krimi
„Dieser historische Roman entführt uns in das Wien von 1908. Man feiert das 60. Thronjubiläum von Kaiser Franz Joseph. Doch nicht allen ist zum Feiern zu Mute. Armut und Unzufriedenheit lässt vor allem auf dem Balkan zahlreiche Verschwörer auf eine günstige Gelegenheit warten, den greisen Kaiser zu töten. Während die Hauptstadt im Lichterglanz erstrahlt, planen Serbische Nationalisten unter der Führung des berüchtigten Dragutin Dimitrijevic ein Attentat. In den dunklen und stinkenden Kanälen wird eine große Menge Sprengstoff versteckt.
Nachdem das Todesdatum des Kaisers mitten im Ersten Weltkrieg, im Jahr 1916 hinlänglich bekannt ist, gelingt der Plan nicht, was der (fiktiven) Journalistin Emilia Freifrau von Ferteci zu verdanken ist. Sie bekommt Wind von der Verschwörung und beschließt, das Komplott aufzudecken, ohne an ihre eigene Sicherheit zu denken …
Wie das gelingt, müsst ihr schon selbst lesen.
Meine Meinung:
Das Geld, das für die Feierlichkeiten, die dem Kaiser ohnehin zuwider sind, ausgegeben wird, wäre für soziale Zwecke sicher besser angelegt gewesen. Aber, Spektakel muss – damals wie heute – in einer Monarchie sein, um den Untertanen Sand in die Augen zu streuen und von den Missständen abzulenken.
Hofschranzen, Polizei sowie Geheimagenten machen Jagd auf mögliche Unruhestifter, weshalb auch immer wieder Sozialisten und Personen aus den Kronländern in deren Visier landen. Die Illumination für den Kaiser gelingt, wenn auch die Erleuchtung, im wahrsten Sinn des Wortes, nur sehr kurzlebig sein wird.
Der historische Roman enthält durchaus sozialkritische Töne und lässt das Zerbröckeln der Habsburger-Herrschaft vorausahnen. Wir dürfen in das Wien des Fin de Siècle eintauchen, das bald nicht mehr existieren und Millionen Menschen in bitterer Armut zurück lassen wird.
Die Charakter haben so ihre Ecken und Kanten. Natürlich spielt die scharfsinnige Journalistin Emilia Freifrau von Ferteci, die sich allen Konventionen dieser Zeit widersetzt, eine große Rolle.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem historischen Roman, der mit penibler Recherche und eine ungewöhnlichen Frau aufhorchen lässt, 5 Sterne.“
Bellis-Perennisvor
